Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Gesprächstherapie

Krisen und Probleme sind oft Auslöser für den Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Selbst Situationen, die zunächst als äusserst belastend emfpunden weden, tragen den Schlüssel für künftige Lösungen in sich.

Die Systemische Therapie richtet den Blick nach vorne. Gemeinsam wird erarbeitet selbst in Zeiten großer Not und Verwirrung wieder Klarheit und Entlastung zu gewinnen, Probleme in Lösungen umzuwandeln und neue Wege zu finden. Eine Entlastung tritt meist rasch ein mit anhaltenden Erfolgen.

 

 

Fallbeispiel Gesprächstherapie

Monika ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder (21 und 17 Jahre alt). Sie arbeitete Teilzeit als Krankenschwester.
Seit einiger Zeit fühlte sie sich zunehmend unglücklich und unzufrieden. Ihre Hobbys und sonstigen Interessen verblassten, sie fühlte sich müde und erschöpft. Zudem fiel es ihr immer schwerer ihrer Arbeit nachzugehen. Nachts schlief sie schlecht, wachte  dann am Morgen wie gerädert auf. Der Hausarzt diagnostizierte einen beginnenden Burn out mit einer depressiven Verstimmung und verschrieb ihr Medikamente. Zudem riet er ihr zu einer Therapie, in der sie Unterstützung erhalten könne, etwas an diesem Zustand zu verbessern. Daraufhin meldete sie sich zur Einzeltherapie an.
Beim ersten Termin waren Monikas Probleme diffus und für sie unbenennbar. Sie wünschte sich mehr Lebensfreude und Energie. Sich ihre Zukunft vorzustellen machte sie traurig und verzagt.  Monika erkannte sehr rasch, dass sie sich eine dringliche Veränderung in ihrem beruflichen Umfeld wünschte. Die Arbeitssituation im Krankenhaus mit den Schichtdienstzeiten war  für sie eine enorme Belastung, der sie sich immer weniger gewachsen fühlte, wie sie mit Bestürzung bemerkte. Da sie diese Tätigkeit aber bereits seit vielen Jahren ausübte erschien ihr eine Alternative nicht vorstellbar. Auch befürchtete sie, sich woanders nicht mehr einfinden zu können. So befand sie sich in einem Dilemma, da ihr diese Situation immer unerträglicher vorkam, sie sich aber nicht an Alternativen wagte.
Auch die häusliche Situation empfand sie als schwierig. Monika liebte ihre Mutterrolle sehr. Das Ablösen der Kinder tat ihr weh und hinterließt eine Lücke. Sie trauerte der Kindheit ihrer Kinder nach.
Im Laufe des therapeutischen Prozesses lernte Monika ihre Grenzen zu spüren und zu verteidigen. Sie erkannte, dass sich ihr Leben in einer Übergangsphase befindet, in der das bisherige nicht mehr stimmig, etwas anderes aber noch nicht greifbar war.
In der Therapie wurde Monika dazu ermuntert ihre eigenen Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Schritt für Schritt plante sie dann deren Umsetzung. Sie erkannte, dass sich ihre Arbeitssituation nicht so verändern ließ, dass es ihr dabei gut ging. Mit therapeutischer Unterstützung gelang es ihr in sich hinein zu spüren, was ihre Neigungstätigkeiten wären und wie sie dahin kommen könnte.
Auch privat entwickelte Monika eine andere Sicht der Dinge. Sie erkannte die Chance der Veränderung. Ihre Kinder betrachtete sie als Erwachsene und war stolz darauf sie so gut groß gezogen zu haben. Aber gleichzeitig bestand sie darauf, dass diese ihren Erwachsenenstatus auch annahmen und alle Aufgaben im Haushalt auf alle Familienmitglieder gleichmäßig aufgeteilt werden. So erlebte sie eine unmittelbare Entlastung.
Mittlerweile hat Monika ihre langjährige Arbeitsstätte verlassen. Sie arbeitet nun in einer Tagesstätte mit geregelten und vorhersehbaren Arbeitszeiten ohne ständig wechselnde Akutfälle und Hektik des Klinikalltags. Die neu gewonnene freie Zeit nutzt sie für sich und übt ein Hobby aus, von dem sie seit ihrer Jugend träumte und für das bisher weder Zeit noch finanzielle Mittel vorhanden waren. Zwar gerät sie immer wieder in Gefahr sich zu übernehmen, aber ihr  inneres Warnsystems funktioniert immer besser, so dass sie rechtzeitig spürt, sollte sie wieder in Gefahr geraten sich zu überfordern oder gegen sich selbst zu arbeiten.